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Richtlinie zur Beweissicherung und Forensik – KMU

Stellen Sie eine konforme Beweissicherung und Forensik für KMU sicher – mit klaren Rollen, sicherer Handhabung und auditbereiten Prozessen.

Übersicht

Diese Richtlinie definiert und steuert, wie KMU digitale Beweismittel während Sicherheitsvorfällen und Untersuchungen erheben, handhaben und speichern, und stellt Integrität, rechtliche Compliance und Auditbereitschaft sicher – mit klaren, praxisnahen Rollen für die Geschäftsleitung und IT-Anbieter.

Integrität von Beweismitteln schützen

Sichere Verfahren zur Erhebung und Speicherung erhalten die Beweismittelkette und verhindern Manipulation oder Verlust digitaler Beweismittel.

Klare KMU-Rollen und Leitlinien

Befähigt die Geschäftsleitung und IT-Anbieter mit praxisnahen, definierten Verantwortlichkeiten – auch ohne vollständiges IT-Team.

Auditbereite Prozesse

Vereinfachte Protokollierung, Dokumentation und Aufbewahrung unterstützen rechtliche, regulatorische und Versicherungsanforderungen.

Forensische Bereitschaft

Ermöglicht eine schnelle Beweissicherung bei Sicherheitsvorfällen, internen Entscheidungen oder externen Untersuchungen.

Vollständige Übersicht lesen
Die P31S-Richtlinie zur Beweissicherung und Forensik beschreibt, wie ein KMU die Erhebung, Handhabung und Speicherung digitaler Beweismittel im Zusammenhang mit Sicherheitsvorfällen, Datenschutzverletzungen oder internen Untersuchungen steuern kann. Ziel ist es, ein rechtlich belastbares, auditbereites Rahmenwerk bereitzustellen, das ISO/IEC 27001, DSGVO und weitere Compliance-Anforderungen erfüllt und zugleich für Organisationen ohne dedizierte IT-Sicherheitsteams praktikabel bleibt. Die Richtlinie ist insbesondere auf kleinere Unternehmen zugeschnitten (ersichtlich an der KMU-Kennzeichnung und der Verwendung von „Geschäftsleitung“ statt Rollen wie SOC oder CISO). Sie legt klare Verantwortlichkeiten fest: Die Geschäftsleitung fungiert als primärer Entscheidungsträger, prüft, genehmigt und dokumentiert formale Untersuchungen und Beweissicherungsverfahren. IT-Anbieter oder externe Berater erheben und bewahren Beweismittel anhand sicherer, klar definierter Prozesse, während die Dokumentation der Beweismittelkette sicherstellt, dass Authentizität und Integrität nicht beeinträchtigt werden. Der Geltungsbereich ist weit gefasst: Er gilt für sämtliches Personal, Systeme (einschließlich Laptops, Mobilgeräte, SaaS und Cloud-Laufwerke) sowie jedes Ereignis, das Beweismittel für disziplinarische, rechtliche, regulatorische, kundenbezogene oder versicherungsbezogene Maßnahmen erfordert. Die Verfahren schreiben vor, dass die Beweissicherung autorisiert, dokumentiert und strengen Zugangskontrollen unterworfen sein muss (Zugriff nur für die Geschäftsleitung und den IT-Anbieter). Zur Unterstützung der forensischen Bereitschaft empfiehlt die Richtlinie kryptografische Hashwertprüfungen zur Validierung und verlangt die Protokollierung jedes Zugriffs bzw. jeder Handlung zur Herstellung von Rechenschaftspflicht. Es werden Leitlinien zur Risikobehandlung bereitgestellt, um Exposition oder rechtliche Risiken zu minimieren; dazu gehören Datenminimierung, Schwärzung und – falls erforderlich – eine formale rechtliche Überprüfung. In Szenarien, in denen eine forensisch belastbare Beweissicherung nicht möglich ist (z. B. Systemabsturz), werden Ausnahmen und alternative Handhabungsmethoden definiert und müssen von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Die Konsequenzen bei Richtlinienverstößen, Manipulation von Beweismitteln, unbefugtem Zugriff oder unbefugter Weitergabe reichen von Disziplinarmaßnahmen bis zur rechtlichen und regulatorischen Eskalation. Jährliche Überprüfungen der Richtlinie durch die Geschäftsleitung stellen die fortlaufende Relevanz und Compliance mit Referenzrahmenwerken und Kontrollen sicher. Auslöser für eine frühere Überprüfung sind wesentliche Sicherheitsvorfälle oder Änderungen rechtlicher/regulatorischer Erwartungen. Die modulare Struktur der Richtlinie ermöglicht zudem eine nahtlose Verknüpfung mit verwandten Richtlinien zu Governance, Zugangskontrolle, Protokollierung, Incident Response und Datenschutz und schafft so ein belastbares und konformes Regelwerk, das sich für die KMU-Umsetzung ohne Betriebsunterbrechung oder Spezialpersonal eignet.

Richtliniendiagramm

Diagramm zur Richtlinie zur Beweissicherung und Forensik mit Rollen, Autorisierung, Erhebungsschritten, sicherer Speicherung, Protokollierung der Beweismittelkette und Ausnahmebehandlung bei Sicherheitsvorfällen.

Diagramm anklicken, um es in voller Größe anzuzeigen

Inhalt

Geltungsbereich und Regeln der Zusammenarbeit

Rollen und Verantwortlichkeiten für KMU

Dokumentation der Beweismittelkette

Anforderungen an die sichere Beweismittelspeicherung

Risikobehandlung und rechtliche Überprüfung

Verfahren zur Auditbereitschaft

Framework-Konformität

🛡️ Unterstützte Standards & Frameworks

Dieses Produkt ist auf die folgenden Compliance-Frameworks ausgerichtet, mit detaillierten Klausel- und Kontrollzuordnungen.

Framework Abgedeckte Klauseln / Kontrollen
ISO/IEC 27001:2022
ISO/IEC 27002:2022
ISO/IEC 27035-3:2016
6.36.47.3
NIST SP 800-53 Rev.5
EU GDPR
3334
EU NIS2
23
EU DORA
COBIT 2019

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Governance-Rollen- und Verantwortlichkeitsrichtlinie – KMU

Etabliert Befugnisse für Vorfallsuntersuchungen, Beweismittelentscheidungen sowie rechtliche und regulatorische Eskalation.

Zugriffskontrollrichtlinie – KMU

Stellt sicher, dass während Untersuchungen nur autorisiertes Personal auf sensible Systeme und Protokolle zugreifen kann.

Protokollierungs- und Überwachungsrichtlinie – KMU

Stellt die Rohdaten bereit, die als forensische Beweismittel dienen, und definiert Anforderungen an Aufbewahrung, Zugangskontrolle und Protokollierung.

Incident-Response-Richtlinie (P30) – KMU

Löst die Notwendigkeit der Beweissicherung aus und definiert den operativen Ablauf, der zur forensischen Sicherung führt.

Richtlinie zu Datenschutz und Privatsphäre – KMU

Stellt sicher, dass als Beweismittel erhobene personenbezogene Daten gemäß DSGVO und verwandten Vorschriften rechtmäßig verarbeitet werden.

Über Clarysec-Richtlinien - Richtlinie zur Beweissicherung und Forensik – KMU

Generische Sicherheitsrichtlinien sind häufig für große Konzerne konzipiert, wodurch kleine Unternehmen Schwierigkeiten haben, komplexe Regeln und unklare Rollen praktisch umzusetzen. Diese Richtlinie ist anders. Unsere KMU-Richtlinien sind von Grund auf für die praktische Umsetzung in Organisationen ohne dedizierte Sicherheitsteams entwickelt. Wir weisen Verantwortlichkeiten den Rollen zu, die Sie tatsächlich haben – wie der Geschäftsleitung und Ihrem IT-Anbieter – und nicht einer Vielzahl von Spezialisten, die Sie nicht haben. Jede Anforderung ist in eine eindeutig nummerierte Klausel (z. B. 5.2.1, 5.2.2) aufgeschlüsselt. Dadurch wird die Richtlinie zu einer klaren, schrittweisen Checkliste, die sich leicht umsetzen, auditieren und anpassen lässt, ohne ganze Abschnitte neu schreiben zu müssen.

Einfache Tools für die Beweismittelkette

Stellt Excel- oder vorlagenbasierte Protokolle zur Nachverfolgung von Beweismitteln bereit und macht eine gründliche Dokumentation für KMU praktikabel.

Leitlinien für Beweismittel auf Remote-Geräten

Beschreibt sichere Erhebungsverfahren für Remote-Laptops und Cloud-Daten und unterstützt flexible, moderne Betriebsmodelle.

Richtliniengesteuerte Ausnahmebehandlung

Spezifiziert Genehmigungs-Workflows und Dokumentation für die Handhabung von Beweismitteln bei Systemabstürzen oder beschädigten Datenträgern.

Häufig gestellte Fragen

Von Führungskräften – für Führungskräfte

Diese Richtlinie wurde von einer Sicherheitsführungskraft mit über 25 Jahren Erfahrung in der Implementierung und Auditierung von ISMS-Frameworks für globale Unternehmen verfasst. Sie ist nicht nur als Dokument gedacht, sondern als belastbares Rahmenwerk, das einer Prüfung durch Auditoren standhält.

Verfasst von einem Experten mit folgenden Qualifikationen:

MSc Cyber Security, Royal Holloway UoL CISM CISA ISO 27001:2022 Lead Auditor & Implementer CEH

Abdeckung & Themen

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Vorfallmanagement Compliance-Management Rechtliche Compliance Sicherheitsbetrieb Überwachung und Audit-Protokollierung
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Typ: policy
Kategorie: SME
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